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Haus der Beobachtung und Kontrolle Es handelt sich um ein kreisrundes Gebäude, dessen Aufenthaltsräume/Zellen den Radius des Kreises einnehmen. Alle Zellen sind voneinander abgeteilt, sodass die Insassen von jeder Kommunikation untereinander abgeschnitten sind. Der Kontrolleur sitzt im Zentrum bzw. in der Bewacherloge, die von den Zellen aus nicht eingesehen werden kann, aber den Blick in alle Zellen ermöglicht. Für die Lichtzufuhr ist jede Zelle mit einem Fenster ausgestattet, welches auch die Kontrolle von draußen ermöglicht. Die Produktivität der Insassen wird extensiv ausgenutzt und somit deren Wünsche und Phantasien verhindert, denn sie sollen abends völlig übermüdet sofort einschlafen, um nicht in ihren Vorstellungen dem Inspektor/Erzieher zu entfliehen. Anwendbar sei es auf alle Einrichtungen, in denen Personen unter Kontrolle gehalten werden sollen, wie Besserungsanstalten, Gefängnisse, Werkstätten, Fabriken, Irrenhäuser, Krankenhäuser, Schulen und im Idealfall sprach man sogar schon von einem gesellschaftlichen Gesamt-Panopticon. Die Theorie ist nun über 200 Jahre alt, aber in Ansätzen gar nicht so realitätsfremd. Sie hat sich in unseren Alltag gefressen, ohne dass wir es überhaupt noch merken oder darüber nachdenken... |